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Lucha diskutiert mit Telefonseelsorge Möglichkeiten der Vernetzung

Knapp 17.000 Mal hat es im vergangenen Jahr bei den 95 ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Telefonseelsorge Oberschwaben-Allgäu-Bodensee geklingelt. An 365 Tagen im Jahr sind sie 24 Stunden für Ratsuchende da. Sie kommen aus den Landkreisen Biberach, Ravensburg, Lindau und dem Bodenseekreis. Und sie spenden sogar das Fahrtgeld, wenn sie zu ihrer Schicht anfahren. Beeindruckende Zahlen, Daten und Fakten haben die Verantwortlichen der Telefonseelsorge in Ravensburg zusammengestellt, als Manne Lucha sie im Rahmen seiner Sommertour besuchen durfte.

Obwohl sie auf gepackten Koffern sitzen, weil sie in wenigen Tagen in neue Geschäftsräume umziehen, nahmen sie sich Zeit für den Besuch. Sowohl die beiden Vorstände, der Friedrichshafener Rechtsanwalt Bernhard Vesenmayer und der Co-Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Ravensburg, Dr. Gottfried Claß, also auch die hauptamtlichen Mitarbeitenden Dr. Gabriela Piber, Regina Haaf und Heidi Reich und zwei der vielen ehrenamtlichen Seelsorger berichteten sehr anschaulich von ihrer überaus wichtigen Arbeit.

Dass diese Arbeit alles andere als leicht ist, zeigt schon die Zusammenstellung der Gründe, aus denen Menschen bei der Telefonseelsorge anrufen: es geht meistens um depressiven Verstimmungen, Einsamkeit, Isolation, Partnerschaftsprobleme und Ängste. Die ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger werden mit diesen Erfahrungen nicht allein gelassen, sondern erhalten professionelle Supervision.

Manne Lucha würdigte die Arbeit der Telefonseelsorge als beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement. Die Diskussion drehte sich dann vor allem um die Frage, wie und in welchen Gremien die Expertinnen und Experten der Telefonseelsorge ihre besonderen Erfahrungen weitergeben können und wie sie sich mit anderen Diensten besser vernetzen können. „Wir sehen uns als Teil des psychosozialen Netzes“, so Dr. Gabriela Piber, die Leiterin der Telefonseelsorge. Denn nicht selten würden die Ehrenamtlichen am Telefon ihrem Anrufer am Ende des Gesprächs empfehlen, eine Beratung in Anspruch zu nehmen und damit ins „professionelle Hilfesystem zu wechseln“.

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