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Minister Lucha wirbt in Ochsenhausen für den Pakt für Integration mit den Kommunen

Auf Einladung des ökumenischen Arbeitskreises Asyl Ochsenhausen haben Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration und die grüne Bundestagskandidatin im Wahlkreis Biberach, Anja Reinalter, sich über die Situation der im Ort lebenden Geflüchteten informiert. Hauptthema war dabei die praktischen Auswirkungen des gerade abgeschlossenen „Pakts für Integration mit den Kommunen“. Dieser sieht unter anderem vor, dass sogenannte Integrationsmanager eingestellt werden, die „mit jedem Geflüchteten einen individuellen Fahrplan für seine Integration“ entwickeln sollen, wie Minister Lucha sagte.

Integration“ einerseits, weil er klare Verbesserungen für den Alltag der Geflüchteten bringe. Die Integrationsmanager könnten die bislang hauptamtlich und ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Engagierten vor allem bei rechtlichen Fragen im Umgang mit Ämtern nachhaltig entlasten. Andererseits hätten aber viele Ehrenamtliche die Befürchtung, dass die im Umgang mit den Geflüchteten notwendige Kontinuität durch die neu geschaffenen und neu zu besetzenden Stellen gefährdet sein könnte.

Gerade im Kreis Biberach, so betonten mehrere Ehrenamtliche, die sich zum Besuch von Minister Lucha eingefunden hatten, habe sich eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den in den Gemeinden entstandenen ehrenamtlichen Geflüchteten-Initiativen, den Kirchen, der Caritas und der Diakonie und den zuständigen Ämtern entwickelt. Diese gelte es zu erhalten und weiterzuentwickeln.

etablierten Strukturen, sondern als dringend notwendige und sehr willkommene Ergänzung. „Um Geflüchtete, die eine echte Bleibeperspektive haben, auf ihrem Weg zu Mitbürgern zu begleiten, brauchen wir das Integrationsmanagement“, betonte der Minister, der den „Pakt für Integration“ maßgeblich auf den Weg gebracht hatte. An die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer gewandt sagte er: „Der Integrationsmanager macht nicht die Arbeit des Ehrenamts. Ihr Engagement und Ihr Wissen gehen nicht verloren und werden nach wie vor dringend gebraucht“. Der Pakt für Integration beinhalte nicht nur die Stellen für die Integrationsmanager. Vielmehr würden dadurch auch Mittel bereitgestellt für die notwendige „Hilfe für die Helfer: Wir können damit auch Supervision für ehrenamtliche Helferkreise finanzieren. Die schon bisher Engagierten profitieren vom Pakt für Integration auf gleich mehrfache Weise und werden in ihrer für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbaren Arbeit an entscheidender Stelle entlastet.“.

Info: Mit dem Pakt für Integration stellt das Land den Kommunen in diesem und im kommenden Jahr insgesamt 320 Millionen Euro zur Verfügung: Mit 116 Millionen Euro werden rund 1.000 Integrationsmanager in Städten und Gemeinden finanziert, weitere 24 Millionen Euro fließen in Maßnahmen aus den Bereichen Schule und Übergang zum Beruf, Spracherwerb sowie bürgerschaftliches Engagement in der Kommune. Neben den Mitteln für diese konkreten Integrationsförderprogramme und -maßnahmen erhalten die Kommunen 180 Millionen Euro pauschal für den Bereich Integration.

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