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Stiftung Bruderhaus verwirklicht mit Villa Oppold alternative Wohnform für Ältere

Sie haben sich gefunden, die acht alleinstehenden Seniorinnen und Senioren, und sie können miteinander. Müssen sie auch. Denn die innovative Wohnform, die sie gewählt haben, erinnert doch stark an eine gehobene Studenten-WG. Manne Lucha, Wahlkreisabgeordneter und Minister für Soziales und Integration, freute sich darüber, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der „Villa Oppold“ in der Kuppelnaustraße in Ravensburg ihn im Rahmen seiner Sommertour zum Mittagessen im Grünen eingeladen hatten.

Und nicht nur ihn: die Stadtspitze war mit Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp und 1. Bürgermeister Simon Blümcke maximal prominent vertreten. Und mit Geschäftsführer Ralph Zodel hatte auch die Stiftung Bruderhaus ihren obersten Repräsentanten geschickt. Ein bisschen viel Prominenz also für eine WG, wie es sie seit Jahrzehnten in vielen deutschen Hochschulstädten gibt?

Nur auf den ersten Blick. Denn der hohe Besuch hatte seinen guten Grund. Die versammelte Prominenz sollte zeigen: hier wird eine Wohnform für Ältere verwirklicht, die weit über Ravensburg hinaus beispielhaft ist. Manne Lucha, selbst WG-erfahren wie so gut alle, die am Tisch saßen, hob hervor, dass gerade der kommunale Altenhilfe-Träger Stiftung Bruderhaus diese innovative Wohnform verwirklicht habe. Er selbst hatte als Kommunal- und Landespolitiker keinen geringen Anteil daran, wie Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp sagte, dass das Vorhaben einen namhaften Zuschuss zur Verwirklichung bekam. Denn damit in die Villa eine „selbstverantwortete Wohn- und Hausgemeinschaft“ einziehen konnte, musste das Haus umgebaut werden.

Jedes der drei Stockwerke ist nicht nur über die Treppe sondern auch direkt per Aufzug erreichbar. Den Bewohnerinnen und Bewohnern ist das wichtig. Noch sind sie körperlich fit, aber sie haben diese Wohnform gewählt, weil sie auch dann nicht ausziehen müssen, wenn ihr Hilfebedarf wächst. Den bietet mit der Stiftung Bruderhaus, falls der Bedarf besteht, ein erfahrener Altenhilfe-Träger, der die WG-Zimmer vermietet.

Wie die Bewohnerinnen und Bewohner bei Gemüse-Quiche, Salaten und selbst gemachten Leckereien berichteten, verzichteten sie mit ihrem Einzug in die Villa Oppold bewusst darauf, eigene, abgeschlossene, komplett ausgestattete Wohnungen zu haben. Küche, Wohn- und Esszimmer teilen sie sich wie in einer Studenten-WG, und nicht alle haben ein eigenes Bad. Dafür können sie sich das Wohnen in der Villa Oppold auch von einer weniger üppigen Rente leisten: als Mieter zahlen sie auch nicht mehr, als Eltern, deren Sprösslinge in Tübingen oder Freiburg studieren, monatlich überweisen müssen.

Und damit vereint die Villa Oppold in einer eher schlichten Wohnform viele der Eigenschaften, die heute das Wohnen für Senioren haben soll: sie ist für die Mieter bezahlbar, sie hat einen großen und erfahrenen Träger im Hintergrund, sie liegt in einer ruhigen Straße und doch nur wenige Gehminuten vom quirligen Ravensburger Zentrum entfernt, sie setzt darauf, dass die Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam statt einsam leben, sich gegenseitig helfen – und sie kann auch dann noch das geliebte Zuhause sein, wenn Hilfe von außen dazu geholt werden muss.

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