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Vielfalt-Coaches gegen Hate Speech: Minister eröffnet Fachtag in Weingarten

Beim Fachtag "Fake News. Im Netz der Lügen" an der PH Weingarten hat Manne Lucha heute den Eröffnungsvortrag gehalten. Das Demokratie-Zentrum Baden-Württemberg, die Jugendstiftung, die Pädagogische Hochschule in Weingarten und der Kreisjugendring Ravensburg hatten Akteure aus Schule und Jugendarbeit eingeladen und sie waren zahlreich gekommen.

„Mit dem heutigen Fachtag treffen Sie genau den richtigen Punkt“, sagte der Minister für Soziales und Integration an die Adresse viele ehemaliger Kolleginnen und Kollegen aus der sozialen Arbeit und aus der Kinder- und Jugendarbeit. „Der Umgang mit digitalen Medien muss gelernt sein. Insbesondere Akteure in den Schulen und der Jugendarbeit tragen hier eine besondere Verantwortung."

Lucha wies darauf hin, dass Fake News und Hate Speech im Netz oft auf rechtsextreme Quellen zurückgehen. „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ könne praktisch jeden treffen: „Mal sind es Flüchtlinge und Ausländer, mal Lesben und Schwule, mal Raucher und Übergewichtige, mal Reiche und Hartz-IV-Empfänger: Jeder war schon mal dran“. Ganze Bevölkerungsgruppen würden auf der Basis teils erfundener Statistiken und Geschichten als Diebe, Sozialschmarotzer, Betrüger, Vergewaltiger oder Terroristen diffamiert.

Lucha warnte eindringlich vor den realen Gefahren von Fake News und Hate Speech: „Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus: Rechtsextremisten bündeln ihren Hass gegen alles, was von ihrem Weltbild abweicht, kurz: gegen alles, was unsere liberale und offene Gesellschaft ausmacht. Aus rechtsextremistischer Hetze und Hassreden kann in der Realität ganz schnell Gewalt werden“.

Lucha verwies auf das Engagement seines Ministeriums in diesem Bereich. Das Ministerium für Soziales und Integration unterstützt das Mentorenprogramm „Respekt und Vielfalt leben“, in dem Jugendliche zu „Vielfalt-Coaches“ ausgebildet werden und die Meldestelle „respect!“, bei der jeder Nutzer Fälle von strafrechtlich relevanten Hassreden im Internet melden kann. Diese beiden Programme sind beim Demokratiezentrum Baden-Württemberg angesiedelt. Außerdem bekommt das ganz neue Projekt „Da. Gegen. Rede“ des Bundesprogramms „Demokratie leben“ eine Co-Finanzierung aus Luchas Ministerium.

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