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Lucha unterstützt Weg zur Ganztagesschule in Weingarten

Prominente Unterstützung haben das Kollegium der Schule am Martinsberg und die Stadt Weingarten als Schulträger bekommen: Wenige Tage, nachdem Oberbürgermeister Markus Ewald beim Neujahrsempfang der Stadt angekündigt hatte, die Schule am Martinsberg zur Ganztagesschule weiterzuentwickeln, war Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration und Wahlkreisabgeordneter zu Besuch in der Schule: „Was Sie hier leisten, hat exemplarischen Charakter. Ich unterstütze Sie auf dem Weg zur Ganztagesschule“, machte Lucha dem Kollegium und dem Schulträger Mut.

Der Minister war von Schülerinnen und Schülern in mindestens zehn Sprachen begrüßt worden und dann zu mehreren Stationen im Haus geleitet worden. Ziel von Rektorin Bernadette Behr war es, dem Abgeordneten zu zeigen, wie ungeheuer vielfältig das Angebot dieser großen Grundschule mit derzeit 370 Schülerinnen und Schülern ist. Da lernen in den „Internationalen Vorbereitungsklassen“ Kinder aus aller Herren Länder, ob sie mit ihrer Familie geflüchtet sind oder auf andere Weise nach Weingarten gekommen sind, gemeinsam die deutsche Sprache und Kultur kennen lernen.

In kleinen Klassen lernen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam. „Integration“ und „Inklusion“ sind an dieser Schule weniger Themen bei theoretischen Diskussionen, sondern alltägliche Praxis. „Wir sind eine mehrsprachige Grundschule mit Kindern aus vielen Ländern– das ist unser Profil“, sagte Rektorin Bernadette Behr nicht ohne Stolz. Dies führt auch dazu, dass das Kollegium sich längst nicht mehr nur aus ausgebildeten Grundschullehrerinnen zusammensetzt. Schulsozialarbeiterinnen, Sonderpädagoginnen und Unterrichtsbegleiterinnen, die sich besonders intensiv um Kinder mit Behinderung kümmern, führen dazu „dass wir längst Gemeinschaftsschule sind“, sagte Bernadette Behr: „Alle lernen hier gemeinsam“.

Dass dieses gemeinsame Lernen in der Schule am Martinsberg besonders gut und geradezu beispielhaft funktioniert, dazu trage nicht nur ein hervorragender Teamgeist und die breite Unterstützung durch die Elternschaft bei, erklärten die Pädagoginnen dem Minister. „Wir könnten uns hier nicht so aufstellen, wenn uns die Stadt als Schulträger nicht weit über das übliche Maß hinaus unterstützen würde“, sagte Rektorin Behr an die Adresse von OB Ewald und Rainer Beck, dem Leiter des Fachbereichs Gesellschaft, Bildung und Soziales.

Werden die Eltern das Angebot einer Ganztagesschule annehmen, wenn die Schule am Martinsberg sich dazu weiterentwickelt? Das Kollegium und der Schulträger sind sich längst einig, dass der Weg dahin gehen muss. Lucha war sich sicher: „Die Zustimmung zur Ganztagesschule steigt, wenn sie da ist. Das sehen wir überall im Land. Die behüteten Kinder profitieren davon genau so wie diejenigen, die von den Eltern nicht so viel Unterstützung haben. Ein wichtiges Ziel ist es auch, dass die Kids hier lernen, selbstständig zu handeln. Mit solchen Angeboten schaffen wir es, dass Kinder ungeachtet ihrer Herkunft gleiche Bildungschancen haben“.

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