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Manne Lucha spricht mit Sinti und Roma über Diskriminierung

Lucha unterstreicht historische Bedeutung des Staatsvertrags mit Sinti und Roma

anne Lucha, Minister für Soziales und Integration, hat die historische Bedeutung des Staatsvertrags zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Landesverband deutscher Sinti und Roma (VDSR-BW) hervorgehoben. Bei einer Veranstaltung des Sinti-Power-Clubs in Ravensburg diskutierte Lucha mit Sinti und Roma über deren Diskriminierungserfahrungen und darüber, wie die beruflichen Chancen junger Sinti und Roma zu verbessern sind.

Natalie Reinhardt ist Vorsitzende des Sinti Powerclubs e.V., der zur Podiumsdiskussion eingeladen hat. Sie organisiert seit 20 Jahren die Kinder- und Jugendarbeit für Sinti und Roma. Der Verein ist ein Ort für Projekte und Treffen, für Veranstaltungen und Ausflüge. Rund zwei Dutzend Jugendliche aus Ravensburg und Friedrichshafen treffen sich wöchentlich im Ravensburger Ummenwinkel. Ziel ist es, Jugendlichen gegen die Erfahrungen der Ausgrenzung und Benachteiligung im Alltag zu stärken und auf dem Weg zu echter Teilhabe zu begleiten.

Wie Natalie Reinhardt sagte, hätten Sinti und Roma aus ihrer Sicht eigentlich keinen Integrationsbedarf, weil sie seit 600 Jahren in Deutschland leben und dazu gehören – dennoch zeige sich bei keiner anderen Gruppe ein so durchgängig deutliches Bild der Ablehnung. Minister Lucha betonte: „Es darf nicht sein, dass ein Volk, das durch die Jahrhunderte hindurch diskriminiert und verfolgt wurde, heute noch ausgeschlossen und jeder ehrlichen Chance auf eine bessere Zukunft beraubt wird.“ Lucha verwies auf die Antidiskriminierungsstelle des Landes, die im November vergangenen Jahres ihre Arbeit aufgenommen hat. 

Der Staatsvertrag zwischen dem Landesverband der Sinti und Roma und dem Land Baden-Württemberg sei ein Bekenntnis zur historischen Verantwortung des Landes und der gemeinsamen Zukunft. Damit sei Baden-Württemberg bundesweit Vorbild. Wie Lucha weiter sagte, sei der Staatsvertrag im November 2018 bestätigt und verlängert worden. Dabei seien die Fördermittel für die Arbeit des Landesverbandes der Sinti und Roma wesentlich erhöht worden. Insbesondere solle durch die Förderung der Zugang zu Bildung verbessert werden und damit Aufstiegschancen geschaffen werden, so der Minister abschließend.

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