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Manne Lucha kandidiert für Landesparteirat

Der Minister für Soziales und Integration und Ravensburger Landtagsabgeordnete Manne Lucha kandidiert bei der Landesdelegiertenkonferenz am 21. und 22. September in Sindelfingen für einen Platz im Parteirat von Bündnis 90 / Die Grünen. Hier seine Bewerbung für den Partreirat.

Foto: Grüne Baden-Württemberg

Liebe Freund*innen, wir Grünen sind erfolgreich wie nie in Baden-Württemberg. Wir stellen den Ministerpräsidenten, wir sind die größte Fraktion im Landtag und wir haben bei den diesjährigen Kommunal- und Europawahlen überall im Land großartige Ergebnisse erzielt. Und wir werden immer mehr. Noch nie hatten wir so viele Parteimitglieder im Land.

 

Das zeigt, dass unsere Themen bei den Menschen ankommen und dass sie uns zutrauen, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Und sie wollen dabei nicht nur zuschauen, sondern mithelfen und mitgenommen werden. Das zeigt aber auch, dass auf uns Grünen ein gewaltiger Erwartungsdruck lastet, das Land kompetent, nachhaltig, ökologisch, sozial und zukunftsfest zu gestalten.

 

Mit meiner Erfahrung als Kommunalpolitiker, Landtagsabgeordneter und Minister möchte ich mich in den kommenden zwei Jahren im Parteirat dafür einsetzen, dass wir unser Potential bestmöglich abrufen. Wir müssen unseren bisher schon guten Austausch zwischen den verschiedenen Ebenen noch intensivieren, professionalisieren und dabei immer auch offen sein für Menschen, die sich uns nahefühlen - und diese in unsere Strukturen einbinden. Damit wollen wir bestmöglich vorbereitet sein auf die Landtagswahl und die Bundestagswahl, die bereits ihre Schatten vorauswerfen.

 

Und dies alles tun wir natürlich nicht zum Selbstzweck, sondern weil wir dabei unser Ziel nicht aus den Augen verlieren:

Wir streiten für eine ökologische, soziale, offene, tolerante und liberale Gesellschaft.

Für mich persönlich gilt dieser Leitsatz: „Es gibt keine Ränder der Gesellschaft. Alles, was stattfindet, ist mittendrin. Teilhabechancen für alle sind unabdingbar.“

 

Dieses Credo ist meine Leitschnur, seit ich vor 40 Jahren in Oberbayern begonnen habe, mich politisch zu engagieren. Damals war nichts mit Idylle und Alpenpanorama! Stattdessen: Schlechte Luft und verseuchte Flüsse im bayerischen Chemiedreieck, Bigotterie und Konservatismus in den 70ern. In meiner Heimat würde man sagen: „Dia Kirch‘ hotuns damois bis in‘d Unterhosn regiert.“ Da wollte ich nicht mitmachen und begann mich politisch einzubringen. Friedensbewegung und Anti-Atombewegung prägten mich. Ich gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Grünen im Landkreis Altötting und zu den Organisatoren der ersten Anti-Atom-Demo in meiner Heimat, bevor mich mein Weg ins wunderschöne Oberschwaben führte. Dort habe ich Wurzeln geschlagen und mich weiter politisch eingebracht habe. Zuerst als Gemeinderat und Kreisrat. Mein Direktmandat in dieser einstigen schwarzen, etwas hüftsteifen Trutzburg zeigt, wie ich finde, sehr gut, wie das das moderne, das weltoffene und grüne Baden-Württemberg tickt.

 

Auch die Veranstaltungsreihe „Das neue Baden-Württemberg“ unserer Landespartei zeigt das. Sie hat mich schon zu vielen Kreisverbänden, in viele Regionen im ganzen Land geführt, um die Erfolgsbilanz von acht Jahren grün-geführter Landesregierung vorzustellen. Wohin ich als Minister für Soziales und Integration auch komme, erlebe ich engagierte Menschen, die sich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft einsetzen, ob hauptoder ehrenamtlich. Ich spreche mit Geflüchteten und mit Integrationsmanager*innen, mit pflegenden Angehörigen und dem Pflegepersonal, mit Patient*innen und Ärzt*innen, mit Aktivist*innen der LGBTQ-Szene. Und dabei scheue ich auch keine kontroversen Diskussionen - denkt nur an so manche Krankenhausdebatten vor Ort! Aber vieles von dem, was ich an der Basis direkt erfahre, was auch ihr mir Woche für Woche mit auf den Weg gebt, fließt in meine tägliche Arbeit ein.

 

Unsere oben beschriebenen Erfolge sind mit einem klaren Auftrag und mit viel Verantwortung verknüpft. Unsere Wähler*innen wollen eine klar erkennbare grüne Politik in ihrem Alltag und ihrer Kommune erleben.

Diese Verantwortung nehme ich gerne an!

Ich möchte mich auch in den kommenden zwei Jahren mit all meiner Kraft, Empathie und Erfahrung im Parteirat für die Vernetzung unserer Ebenen einsetzen und mithelfen, unseren Erfolg zu verstetigen und das Vertrauen der Wähler*innen zu rechtfertigen.

 

Dafür bitte ich euch herzlich um eure Stimme und euer Vertrauen.

 

Euer

Manne Lucha