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Ravensburg bekommt 700.000 Euro für IntegrationsmanagerInnen

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hat heute den landesweit ersten Förderbescheid für die Beschäftigung von Integrationsmanagern in Ravensburg übergeben. 700.000 Euro erhält Ravensburg vom Land im Rahmen des Pakts für Integration für acht Integrationsmanagerinnen und -manager

Auf zwei Jahre ist der Pakt mit den Kommunen geschlossen. „Dass ich den ersten Förderbescheid für die Integrationsmanager in meiner Heimatstadt übergeben kann, freut mich besonders“, sagte Lucha anlässlich eines Treffens mit den Integrationsmanagerinnen und -managern. Das liege auch daran, dass Ravensburg von Anfang an sehr fortschrittlich in der Flüchtlingsarbeit gewesen sei: „Aus Sicht des Landes ist das, was die Stadt Ravensburg im Bereich der Flüchtlingsintegration in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat, vorbildlich“.

Lucha erinnerte an die große Welle der Solidarität in der Stadt aber auch in der ganzen Region, als 2015 und 2016 viele Menschen ins Land kamen und zum Teil in Turnhallen untergebracht werden mussten. Nach der Ersthilfe gehe es nunmehr um Begleitung in der Anschlussunterbringung: „Die Integration von Geflüchteten ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten: Für die Geflüchteten selbst, für die „Alteingesessenen“ und für die staatlichen Organe. Mit dem Pakt für Integration zeigen wir, dass wir die Städte und Gemeinden mit der Aufgabe nicht alleine lassen, die Flüchtlinge zu integrieren. Während der zweijährigen Laufzeit des Pakts stellt das Land insgesamt 116 Millionen Euro zur Verfügung, womit wir rund 1000 Integrationsmanager-Stellen finanzieren können. Das Geld ist gut angelegt, denn die Integrationsmanager können durch eine aufsuchende und niedrigschwellige Beratung und Begleitung dazu beitragen, dass aus Geflüchteten bald Mitbürger werden“.

Bürgermeister Simon Blümcke dankte für die Überbringung des Bescheids. Dass Ravensburg schon zu Jahresbeginn alle acht Integrationsmanagerstellen, die der Stadt laut Verteilerschlüssel zustehen, habe besetzen können, liege auch „an unserer Trägerphilosophie“. Das heißt: Die Stadt arbeitet seit jeher in der sozialen Arbeit intensiv mit den freien Trägern am Ort zusammen. Das Rote Kreuz und die Diakonie besetzen je vier der insgesamt acht Stellen. Simon dankte Lucha auch persönlich: der Pakt für Integration mit den Kommunen zeige, dass Lucha einen „klaren Blick fürs Machbare“ habe. „Er kommt aus der Kommunalpolitik und der sozialen Arbeit und weiß, was nötig ist“, so Blümcke.

Gerhard Krayss, Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes, Pfarrer Friedemann Manz, Geschäftsführer der Diakonischen Werks Ravensburg und die IntegrationsmanagerInnen konnten dem Minister berichten, dass ihre Arbeit sehr gut angelaufen sei: „Es gibt eine Struktur, es gibt eine tragende Idee, es gibt die notwendigen Stellen. Das führt zu einer hohen Verbindlichkeit“.

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