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Zahlreiche Zuhörer in Weingarten bei Luchas Halbzeitbilanz

Besucherandrang bei „Grün regiert“ mit Manne Lucha: Das Nebenzimmer in der Sonne in Weingarten war schon vor Beginn bis auf den letzten Platz besetzt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wollten sich Luchas Bilanz der grün-roten Koalition von 2011 bis 2016 und der ersten Hälfte der grün-schwarzen Regierung seit 2016 nicht entgehen lassen.

Auf Einladung des kommunalpolitischen Arbeitskreises der Grünen in Weingarten und des Kreisverbands der Grünen streifte der Landtagsabgeordnete und Minister für Soziales und Integration alle Politikfelder und legte dabei einen Schwerpunkt auf sein Ressort: „Weingarten nimmt bei der Aufnahme von Geflüchteten eine Vorbildrolle ein. Stadt, Gemeinderat, Kirchen, Vereine und die Bevölkerung zeigen, dass Integration gelingen kann“, so Lucha.

Er, der sich selbst als „halber Weingärtler“ bezeichnete, seit er in der Welfenstadt seinen Zivildienst absolviert habe, forderte die Stadt zu noch mehr Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden im Schussental auf. Die in kommunaler Hand befindlichen Technischen Werke Schussental seien das beste Beispiel dafür, was alles gelingen könne, wenn die Nachbarn eng zusammenarbeiten. Ein „ökologisches und ökonomisches Vorzeigeunternehmen“ nannte er die TWS.

Der Pakt für Integration mit den Kommunen, der seine Handschrift trage, aber auch der Pakt für frühkindliche Bildung oder die hohen Investitionen des Landes am Hochschulstandort Weingarten zeigten, dass kein Bundesland seine Kommunen so gut stelle wie Baden-Württemberg: „Von einem Euro aus Berlin fließen in Baden-Württemberg 23 Cent direkt an die Kommunen, in Bayern sind es gerade mal zehn Cent“.

Lucha plädierte für neue Formen des Zusammenlebens der Generationen. Dazu biete auch das „Schuler-Quartier“, für das am selben Abend erste Planungen der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, hervorragende Bedingungen. Lucha empfahl, den Heimatbegriff in der politischen Diskussion nicht anderen Gruppen zu überlassen, sondern ihn offensiv selbst zu nutzen: „Heimat ist Respekt vor Vielfalt, ist Demokratie. Heimat ist die Fähigkeit, Konflikte friedlich auszutragen. Heimat entsteht, wo jeder, ob mit oder ohne Einschränkungen, sich angenommen fühlt und sich entfalten kann“.

Bei der lebhaften Diskussion bearbeitete Lucha bereitwillig ein großes Themenspektrum und beantwortete Spezialfragen zum Bundesteilhabegesetz genauso wie zu Vergrämungsmaßnahmen von Rabenvögeln. Lucha appellierte an die Zuhörer, sich in die Kommunalpolitik aktiv einzumischen und sich für die Wahllisten zum Gemeinderatswahl aufstellen zu lassen. Der beginnende Wahlkampf sei dafür gerade recht. Um rechte Populisten in die Schranken zu weisen, „müssen wir auch die mitnehmen, die Abstiegsängste haben“.

zum grünen Landesverband Baden-Württemberg
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