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Gemeinsam für die Energiewende: Lucha besucht Firma Enerquinn in Weingarten

Im Rahmen seiner Sommertour als Wahlkreisabgeordneter hat Manne Lucha dem Weingartener Unternehmen Enerquinn einen Besuch abgestattet. Das Unternehmen habe weit über Weingarten hinaus den Ruf, sich mit hervorragenden Produkten und umfassendem Service für die Energiewende einzusetzen, sagte Lucha. Der heimische Mittelstand mit seinem großen know how spiele eine tragende Rolle dabei, mit sauberer Energie voranzukommen.

 

Für die Energiewende engagiert (von links nach rechts): Manne Lucha, Mark Lehnertz, Stefan Oexle-Ewert, Heike Ewert und Peter Lechleiter von Enerquinn sowie Mountainbike-Profi Daniel Gathof.

Mit den beiden Geschäftsführern Stefan Oexle-Ewert und Mark Lehnertz und Heike Ewert, die für Personal und Marketing zuständig ist, begrüßte Lucha sozusagen Studienfreunde. Oexle-Ewert und Lehnertz haben in Weingarten Physikalische Technik studiert, Heike Ewert hat wie Lucha selbst in Weingarten einen Abschluss in Sozialer Arbeit gemacht.

 

Das Unternehmen mit 30 Mitarbeitern ist spezialisiert auf Blockheizkraftwerke und Photovoltaik-Speicherlösungen – und die Kombination beider Komponenten durch intelligente Steuertechnik. Gefördert vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium im Rahmen des Innovationswettbewerbs „KI für KMU“, also „Künstliche Intelligenz für kleinere und mittlere Unternehmen“, forscht Enerquinn gemeinsam mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten und weiteren Partnern an der „KI-basierten Wartungsoptimierung von Blockheizkraftwerken“. Die Blockheizkraftwerke, die Enerquinn beispielsweise in Wohnquartieren wie dem Mühlenviertel Ravensburg einbaut, seien, obwohl sie einen Verbrennungsmotor haben, „bei den CO2-Emmissionen mittlerweile in der Größenordnung von Wasserkraft und Windenergie“, betonte Geschäftsführer Lehnertz. Enerquinn kombiniert bei vielen Kunden vorwiegend im süddeutschen Raum die Blockheizkraftwerke mit Photovoltaik-Lösungen. Für Hoteliers beispielsweise rechnen sich unsere Lösungen sehr schnell, so Geschäftsführer Stefan Oexle-Ewert. Die Energiekosten seien nach den Personalkosten oft der größte Kostenblock. Von Enerquinn geplante, eingebaute und gewartete Blockheizkraftwerke laufen auch in der unmittelbaren Nachbarschaft, so etwa im neuen „Doktorhaus“ neben dem St. Elisabethen-Klinikum oder in der Jugendherberge auf der Veitsburg.

 

Der Umweltgedanke ist dabei ganz zentral in der Arbeit des Unternehmens: Eine Photovoltaik-Anlage auf einem Hausdach vermeide die Verbrennung von mehr als vier Tonnen Braunkohle im Jahr, so Oexle-Ewert. Nach wie vor sei dies auch für Häuslebauer attraktiv und sinnvoll: „Der einzige Fehler, den man bei einer Photovoltaik-Anlage machen kann, ist, keine zu bauen“. Die Enerquinn-Leute gaben Lucha aber auch einen dringenden Wunsch mit: der bürokratische Aufwand beim Betrieb ihrer Anlagen sei enorm. Das schrecke viele Investoren ab. Vertriebsleiter Peter Lechleiter: „Bei kleineren Anlagen muss die Bürokratie auch weniger sein, sonst wird der Betreiber, der sich für dezentrale umweltfreundliche Energieerzeugung engagiert, bestraft.“

 

Enerquinn ist auch weltweit tätig, mit umweltfreundlichen Energielösungen für ein Kinderheim auf Haiti oder in Ugandas Hauptstadt Kampala. Bei solchen Projekten bringen die Enerquinn-Spezialisten ihr know how ehrenamtlich ein. Ehrenamtlich engagieren sie sich auch im Sport. Mit dem erfolgreichen Ravensburger Mountainbike-Profi Daniel Gathof hat Enerquinn die beiden Aktionen „Cycling against Corona“ und „Cycling for Culture“ umgesetzt. „Wir wollten während des Lockdowns Schulklassen ansprechen, den Vereinen bewusst keine Konkurrenz machen“, so Gathof, der im Renndress und mit dem Moutainbike zum Termin mit Manne Lucha gekommen war. „Und die Erwachsenen wollten wir motivieren, etwas für die Kultureinrichtungen in der Region zu tun“. Beides war ein großer Erfolg, wie Heike Ewert und Daniel Gathof berichteten. Und die Aktion hat schon Nachfolger gefunden. „Über Social Media haben wir erfahren, dass es zum Beispiel eine Aktion für den Erhalt eines Museums in Mecklenburg-Vorpommern gibt“, freute sich Radprofi Gathof.